Der Akkumulator
Der Akkumulator (kurz "Akku") hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht.vom Blei-Akku über Nickel-Cadmium und Nickel-Metallhydrid bis hin zum Litium-Ionen-Akku reicht die Palette der gängigen Systeme.
Wir beschäftigen uns hier ausschließlich mit dem Litium-Ionen-Akku (LiIon), der sich im Fahrrad-Sektor heute durchgesetzt hat.
Den LiIon-Akku gibt es wiederum in verschiedenen Varianten. Diese unterscheiden sich in ihrer Zellenspannung (ein Akku setzt sich aus mehreren in reihe und parallel geschalteten Zellen zusammen), Ladeverhalten, Ladezyklen u.s.w.
Allen gemein ist jedoch, daß sie sich durch ein hervorragendes Kapazitäts-Gewichts-Verhältnis auszeichnen. Mit anderen Worten: Sie sind leicht und leisten doch viel.
Übrigens: damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden, sollte die Kapazität eines Akkus immer in Wattstunden (Wh) angegeben werden. Ein Akku mit 26V Nennspannung und einer Kapazität von 10Ah besitzt also ein Arbeitsvermögen von 260Wh (Spannung*Strom*Zeit). Nur so sind die einzelnen Systeme untereinander vergleichbar.
Die Pflege des Akkus
Alles Leben ist endlich und das gilt natürlich auch für den Akku.Bestimmend für die Lebensdauer sind zum einen die Ladezyklen und zum anderen die Pflege. dazu ein paar Tips:
- Sowohl Tiefentladung, als auch Überladung schaden dem Akku. Dieses wird bei einem ordentlichen Gerät sowohl von dem Ladegerät, als auch der Elektronik im Akku verhindert. Sie sollten Ihren Akku allerdings nicht über längere Zeit ungeladen liegen lassen!
- Der LiIon-Akku kennt keinen Memorie-Effekt und kann deshalb jederzeit nachgeladen werden.
- Wenn Sie ihr Pedelec über längere Zeit nicht benutzen, sollten Sie den Akku bis ca. 60% seiner Kapazität aufladen und an einem kühlen Ort lagern. (Unter Zimmertemperatur, über dem Gefrierpunkt.) Dann alle zwei Monate die Kapazität kontrollieren und ggf. etwas nachladen. Falls es bei Ihrem Gerät nicht möglich ist, die Akkukapazität zu bestimmen, laden Sie ihn eifach vollständig auf.
- Wir haben ein Meßgerät entwickelt, mit dem sich die Kapazität des Akkus bestimmen läßt. Dazu wird der voll geladene Akku praxisnah entladen und der abgegebene Strom laufend über ein Computerprogramm aufgezeichnet (siehe Bild). Falls Sie an der Kapazität Ihres Akkus zweifeln, bringen Sie ihn doch mal zum Check vorbei.